Dr. Lothar Hilpert bleibt Heimfürsprecher

Dr. Lothar Hilpert (r.) ist erneut zum Heimfürsprecher berufen worden. Er sucht regelmäßig Kontakt zu den Heimnutzern.

Die kürzlich erfolgte Übergabe der Berufungsurkunde zum Heimfürsprecher der VITARIS-Kurzzeitpflege war nicht nur ein formeller Akt, sondern gleichzeitig eine Würdigung für das große Engagement von Dr. Lothar Hilpert in Bezug auf die Situation von pflegebedürftigen Menschen.

Dr. Lothar Hilpert wurde mit Wirkung vom 7. Februar dieses Jahres bis zum 6. Februar 2013 zum Heimfürsprecher in der Vitaris-Kurzzeitpflege Torgau bestellt. Damit war und ist der einstige Chefarzt der Inneren Abteilung des Torgauer Kreiskrankenhauses der erste und einzigste Heimfürsprecher der Einrichtung. Diese erlebte am 1. April 2005 ihre Eröffnung, ist seither sehr gefragt. Betrachtet man sich das Wirken von Dr. Lothar Hilpert seither als Heimfürsprecher, dann fällt die Einschätzung sehr deutlich aus.

„Sein persönliches Engagement ist gekennzeichnet  von einem ausgeprägtem Interesse an der Versorgungssituation älterer Menschen in unserer Gesellschaft.  Sein Pflichtbewusstsein, seine Offenheit und seine Einsatzbereitschaft setzt er immer im Interesse der Gäste der Kurzzeitpflege ein“, lautet das Fazit von Michaela Jung, Leiterin der VITARIS-Kurzzeitpflege. Dr. Hilpert hinterfragt kontinuierlich die Abläufe in der Einrichtung mit Blickwinkel auf veränderte Gewohnheiten und Bedürfnisse im Alter und bei Krankheiten. In all den Jahren hat er sich stets als Ansprechpartner für Gäste und deren Angehörige bewährt. „Auch für uns ist er Ansprechpartner bei externen Überprüfungen, beispielsweise bei der Qualitätsprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) oder die Heimaufsicht der Landesdirektion Leipzig“, sagt Michaela Jung. So war er auch im Herbst 2010 beim letzten Besuch der Heimaufsicht nach telefonischer Information über die Kontrolle der Einrichtung durch die Landesdirektion Leipzig sofort vor Ort. Für Dr. Hilpert gehören spontane Besuche der Kurzzeitpflege und ihrer Gäste mit gezielten Überraschungen zum festen Programm. Unter anderem mit verschiedenen Musik-CD erfreut er dabei die Heimnutzer. Mindestens einmal  monatlich sucht er die Gespräche mit der Pflegedienstleitung.

Hintergrund

Entsprechend § 10 Heimgesetz (HeimG) wirken Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims durch einen Heimbeirat in Angelegenheiten des Heimbetriebs mit. Der für jeweils zwei Jahre gewählte Heimbeirat vertritt demnach die Interessen der Heimbewohner gegenüber der Heimleitung bzw. dem Heimträger.
Soweit aus verschiedensten Gründen ein Heimbeirat nicht gewählt werden kann, tritt nach § 10 Abs. 4 HeimG an seine Stelle ein Heimfürsprecher.
Der Heimfürsprecher kann aus einer oder mehreren Personen bestehen, die nicht Bewohner bzw. Beschäftigte des Heimes sind. Sie werden mit ihrer Zustimmung auf Vorschlag der Heimleitung von der Heimaufsicht (kommunale Behörde) für die Dauer von ebenfalls zwei Jahren bestellt. Sie üben ihre Tätigkeit unentgeltlich und ehrenamtlich aus und unterliegen der Schweigepflicht.
Der Heimfürsprecher hat die gleichen Aufgaben wie der Heimbeirat; diese sind in der Heimmitwirkungsverordnung (HeimmitwV) geregelt. Dazu gehören:
• Maßnahmen des Heimbetriebs, die den Bewohnerinnen und Bewohnern des Heimes dienen, bei der Heimleitung oder dem Träger zu beantragen
• Anregungen und Beschwerden von Bewohnern entgegenzunehmen und erforderlichenfalls durch Verhandlungen mit der Heimleitung auf ihre Erledigung hinzuwirken
Ferner hat der Heimfürsprecher ein Mitwirkungsrecht unter anderem bei Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen, der Änderung der Entgelte des Hauses , der Unterkunft, Betreuung und Verpflegung sowie der Alltags- und Freizeitgestaltung.

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